Rund um Foren

Gute Beiträge schreiben – Wie nützlich sind Tools und Helfer?

Jeder Forenadministrator oder/und Blogger wird den Wunsch haben sein Forum zu etablieren und dem Besucher und Nutzer Mehrwert zu bieten. Ihn zu informieren. Das Wichtigste sind gute, interessante, fehlerfreie und gut lesbare Beiträge. Vorweg gesagt: Diese Beiträge schreibt uns natürlich kein Tool.

Es gibt „Helfer“, die unterstützen können, einen Beitrag zu verbessern. Und um eines direkt zu Beginn zu sagen. Wie ein perfekter Beitrag aussehen muss, kann ich euch nicht sagen. Aber es gibt viele Punkte, die es zu beachten gilt. Natürlich muss man sich in einem Off-topic-Forum keine so großen Gedanken machen um Rechtschreibung, Gliederung und Lesbarkeit.

Sollte man im Forum Informationsbeiträge zur Verfügung stellen wie beispielsweise how-tos, oder einen ergänzenden Blog haben, ist es ratsam auf den Stil und die Grammatik zu achten. Hier soll es nicht hauptsächlich darum gehen, wie man den perfekten Beitrag schreibt, sondern ich möchte ein paar Tools und Seiten vorstellen, die einen ungefähren Anhaltspunkt geben können. Wie weit man den Helfern trauen mag, möge jeder für sich entscheiden. Warum guter und einzigartiger Inhalt wichtig ist, habe ich vor einiger Zeit geschrieben.

Was ist gut schreiben?

Gut schreiben zu können heißt zu erkennen, was überflüssiger Ballast ist und was gute Text-Passagen sind. Mal muss man viel streichen, umformulieren, neu überdenken. Manchmal passt es direkt auf Anhieb und es sind wenige Korrekturen notwendig. Mal hat man schnell den Einsteiger-Passus, um den herum wir einen Artikel aufbauen, manchmal dauert es länger. Manchmal dauert es Tage, bis man einen Beitrag fertig hat, den man guten Gewissens online stellt und der beidseitig Gefallen und Wirkung zeigt.

Schreibe und du lernst schreiben – Lese und Du lernst schreiben

Ich persönlich finde ja, dass jeder brauchbare und gute Artikel schreiben kann, so er denn die Lust hat zu schreiben und zu lesen. Und wenn er es nicht sofort kann, dann lernt sich sehr vieles in der Praxis. Ich schreibe viel und ich schreibe gerne. Ich glaube auch, etwas Talent zu haben. Von einer „Perfektion“, so es sie denn gäbe, bin ich weit entfernt.

All jenen, die Angst haben, dass ihr Schreibstil schlecht ist, möchte ich sagen: Traut euch, wenn ihr Freude habt. Es ist noch kein Schriftsteller-Meister vom Himmel gefallen. Habt Vertrauen in euch selbst. Wie in ganz vielen Lebensbereichen macht beim Schreiben die Übung den Meister. Es ist ein „learning by doing“.

Wenn es Perfektion gäbe, würde ich als Weg dorthin die Praxis sehen. Mit dem einen oder anderen Grundwissen, was wir schon in der Schule mit bekommen – und viel Übung nähert man sich immer mehr dem Ziel. Üben heißt oft, je mehr, desto besser. Mit einem Blogartikel oder einem ausführlichen Forenbeitrag pro Monat wird man wenig bis keinen Effekt erzielen. Je öfter, desto besser.

Das Ziel Perfektion ist ein zu hoch gestecktes, weil es sie meines Erachtens nach nicht gibt. Dann müsste es eine eindeutige Stil-Formel geben, die sagt. So muss ein Beitrag geschrieben sein.

Fehlerfreiheit

Um Rechtschreibfehler weitestgehend zu vermeiden gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich schreibe manche Beiträge schon mal in Word vor und korrigiere Fehler bereits dort. Es kommt vor, dass im WordPress-Editor noch Fehler auftauchen, die ich dann mit der Browsereigenen Rechtschreibprüfung richtig stelle. Es gibt aber zahlreiche Seiten, auf denen sich Rechtschreib- und Grammatikfehler finden lassen. Stellvertretend nenne ich mal www.korrekturen.de. Duden online erlaubt übrigens nur 800 Zeichen,. Da müsste man also Stück für Stück prüfen. Übrigens: Wichtige Schreiben, wie Bewerbungen u.s.w würde ich immer von mindestens einer anderen Person gründlich gegenlesen lassen.

Lesbarkeit

Zum Geschick beim Schreiben zählt, viel durch wenig Worte zu sagen/schreiben. Das ist ein Punkt, der mir bsp nicht gelingt. Im Web mag es besser sein mehr zu schreiben. Aber viel Nichtssagendes zu schreiben, ist nicht zielführend. Ergibt sich doch nun daraus, so viel wie möglich wegzulassen. Nur das zu veröffentlichen, was dem Leser wirklichen Nutzen bringt. Wie können wir „unnützes“ finden und den Lesbarkeitsindex bestimmen. Was soll das denn sein? Lesbarkeitsindex?

Lesbarkeitsindizes können die Schwierigkeit eines Textes bestimmen. Man kann Merkmale des Textes nehmen, um auf die Lesbarkeit Rückschlüsse zu ziehen. Das sind bsp. Satzlänge und Anzahl der Wörter und Silben in den Wörtern. Das kann man bei psychometrica.de (Institut für psychologische Diagnostik) entweder online prüfen, oder man lädt sich den LIX Rechner als exe Datei runter und prüft am PC. Dieses Tool kann, wie andere auch, nur ungefähre Einschätzung vornehmen, wie verständlich ein Text ist. Natürlich habe ich den Text bis hier mal gechecked und ihm wurde eine leichte Verständlichkeit bescheinigt. Also auch Jugendliche sollten ihn erfassen können.  Mich freut es, da ich versuche, die Sprache so zu verwenden, dass sie auch junge Menschen greifen können.

Es wäre schlecht, wenn der Leser immer ein Wörterbuch geöffnet haben muss, um einen Text zu entschlüsseln. Ich mag Fremdwörter, aber ich mag „Prahlerei“ gar nicht. Ich setze sie daher wenig ein und versuche nicht mit einem schwierigen Text Eindruck zu schinden. Vielleicht auch mal eine Anregung für die jugendlichen Leser. Wenn man ein großes Publikum ansprechen möchte, dann überdenkt den Gebrauch von Jugendsprache. Ich für meinen Teil würde wohl vieles nicht verstehen. Ey, Alda, da würd ich voll krass abloosen, weil ich die message nicht checke.

In Hülle und Fülle

In Hülle und Fülle ist bei Texten nicht gut, wenn es viele Füllwörter (Flickwörter, Unwörter oder Blähwörter) sind. Das ist alles, was aufbläht, was zum Verständnis des Textes aber nicht gebraucht wird. Ich habe diesen Text hier bis hier hin geprüft. (Das wird sich aber im Laufe des Textes noch ändern). Die Prüfung ergab vor Korrektur folgendes:

  • Anzahl der Worte:            771
  • Anzahl der Zeichen:        6934
  • Gefundene Füllwörter:     66 (Das entspricht 7.93% des eingegebenen Textes)

Das sind einige Wörter, die man einsparen kann. Getestet habe ich mit www.lemontree.de Das Ergebnis schien mir soweit schlüssig. Man bekommt den Text mit markierten (überflüssigen) Wörtern angezeigt. Dann aber ist Kopf- und Handarbeit gefragt, wenn man sie entfernen möchte. Ich finde diesen Test sehr interessant und nützlich. Es gab übrigens auch ein zwei Angebote, die Füllwörter entfernten. Da das Ergebnis aber eher schlecht war, verzichte ich auf Benennung. Sollte jemand ein gutes Tool wissen, freue ich mich über einen Hinweis.

Wörter sind Schätze

Einen weiteren interessanten Internet-Helfer, wenn man auf der Suche nach anderen Wörtern/Begriffen/Synonymen ist, findet man mit wortschatz.uni-leipzig.de. Möchte man sein Werk einer Textanalyse unterziehen, dann kann man sich das Tool von Wortliga mal ansehen.  Das Textanalyse-Tool prüft Inhalte auf Verständlichkeit, Prägnanz und Ästhetik. Dazu werden die Grundlagen des Hamburger Verständlichkeitsmodell als Maßstab heran gezogen.

Daraus möchte ich auf einen Punkt gerne besonders hinweisen und zitiere daraus:

Die Verständlichkeit ist ein wichtiger Aspekt der Barrierefreiheit, auch wenn die Richtlinien nur technisch überprüfbare Erfolgskriterien bieten.

Es macht ja in unserem eigenen Interesse Sinn, dass Texte für möglichst viele verständlich sind. Jeder kann sich im Web aufhalten und was suchen oder lesen wollen. Und dazu können auch Menschen mit Behinderung zählen.

Ich möchte noch auf ein kostenpflichtiges Tool hinweisen, worüber dieser Tage im Blogboard gesprochen wird. Es handelt sich um Papyrus Autor. Das ist eine Textverarbeitung, die sich eigentlich und hauptsächlich an Schriftsteller und Autoren richtet. Es „verspricht“ einmalig gelungene Texte durch Duden Korrektor, Stilanalyse und Lesbarkeit. Es kann viel. Das Programm kostet 179,-€. Wer dazu gerne mehr wissen möchte, dem lege ich einen Blogbeitrag von Peer Wandinger nahe: „Was Blogger von Bestsellern lernen können, um bessere Artikel zu schreiben„. Er befasst sich da sehr ausführlich mit dem Programm.

Und schließlichFazit

Wir sind in der Verantwortung, so zu schreiben, dass unsere Beiträge für viele in verständlicher Sprache und Form verfasst werden. Niemand liest gerne unlesbare Texte, die vor Fehlern strotzen. Zusammenfassend ergeben sich folgende Empfehlungen: Einfache, fehlerarme, kurze und prägnante Sätze, keine Füllwörter, die die Sätze unnötig aufblähen und wenige Fremdwörter.

Besser zu schreiben ist kein Hexenwerk, sondern etwas, dass man mit viel Übung, Unterstützung und Liebe und Persönlichkeit lernen kann. Schritt für Schritt wird man bessere Beiträge/Texte schreiben und peu a peu mehr Menschen mit seiner Botschaft erreichen.

Nobody is perfect. Wenn ihr nicht gerade beruflich schreibt, wird niemand Perfektion erwarten. Ich selber ertappe mich hier und da, zu lange Sätze zu schreiben und ich sollte mehr Füllwörter vermeiden. Da werde ich in Zukunft noch mehr darauf achten. Ich bemühe mich darum, möglichst fehlerfrei zu schreiben. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass das Erscheinungsbild viel bei der Bewertung eines Webauftritts  und seinen Texten ausmacht. Manche Online-Tools und Helfer mögen einen guten Orientierungspunkt geben. Sie mögen Unterstützung für die Basics sein. Das schreiben eines Beitrags übernehmen sie aber nicht. Und denken übernehmen sie auch nicht.

Bei alledem sollten wir authentisch bleiben und uns mit dem identifizieren können, was wir verfassen. Wir müssen auch transportieren können, was wir sagen wollen. Schreiben ist etwas Individuelles. Es ist auch eine Kunst und vieles ist persönlicher Stil. Das sollte bedacht werden. Ich hoffe, ich konnte ein paar Impulse geben, wie man neben Blogartikeln gute Forenbeiträge schreiben kann.

Wie sieht es bei Euch aus?
Nutzt ihr Tools? Wenn ja, welche?
Schreibt ihr aus dem Bauch heraus?
Seid ihr pingelig und checkt mehrfach? oder
Seht ihr das nicht so eng?
Wie wichtig ist euch das „Erscheinungsbild“ aus Fehlerfreiheit,  guter Struktur und Lesbarkeit?

Über den Autor

Hans

Ich bin 1961 in der Eifel zur Welt gekommen. Mich fasziniert das Internet mit vielen seiner interessanter Facetten. Das Bloggen ist eine davon. Ich blogge seid 2009. Natürlich finde ich Internetforen toll. Sie sind schnell und von überall zu erreichen. Man kann viele interessante Menschen kennen lernen und mit ihnen diskutieren. Es gibt Foren zu ganz vielen Themen.

11 Kommentare

  • Hallo Hans,
    sehr interessanter Artikel, habe mir gleich ein paar nützliche Links gespeichert. Danke für die Tipps.
    Je mehr man schreibt, desto mehr Übung hat man und entwickelt seinen eigenen Schreibstil. Ich streiche beim 2. Lesen Füllwörter und mache oft aus einem langen Satz 2 Sätze.
    Mit ist als Leser und auch als Blogger vor allem wichtig, dass der Artikel gut verständlich und strukturiert ist. Lange Schlauchtexte ohne Formatierung lese ich in der Regel nicht. Ich schlage noch häufig im Duden oder in Woxikon online nach betreffend korrekter Schreibweise oder einem Synonym.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Und das aus berufenem Munde. Die langen Sätze sind ein Schwachpunkt von mir. ich muss mich immer wieder selbst disziplinieren und bei der Korrektur umformulieren. Und offensichtlich habe ich einen leichten Hang zu Füllwörtern. Das Woxikon verwende ich auch gerne, um auch etwas zu variieren. Danke besonders für das Feedback aus deinem berufenen Profimunde.
      Lieben Gruß Hans

  • Hallo Hans,
    Perfektion wird es niemals geben, da es immer jemanden anderen gibt, der es ein wenig besser kann oder macht, Auch wenn wir des öfteren im Sprachgebrauch sagen „… das ist perfekt,“ ist es sicherlich nicht das was du meinst und ich darunter verstehe.
    Die leichte Verständlichkeit kann ich dir auch „bescheinigen“, mir gefallen die meisten deiner Texte ausgesprochen gut und es bleibt vieles „hängen“ (dadurch eben). Dieser Artikel ist exemplarisch für deinen leicht verständlichen Schreibstil – endlich mal ein Artikel über „das Schreiben“, der auch verständlich ist und Hilfen anbietet (und ich hab die letzten Wochen viele Artikel gelesen, grad übers schreiben und den „Allgemeinen“ Auftritt im / auf dem Blog.
    Jetzt klicke ich mich mal durch deine Hilfelinks und lass mich überraschen, was ich davon gebrauchen kann.
    Ach ja, dieses Autoren Programm hatte ich mir schon mal vor einiger Zeit angeschaut, aber dann doch das Interesse verloren, nachdem ich den Preis herausfand :).
    LG Ede

    • Moin Ede,
      perfekt wird es kaum geben. Nahe dran vielleicht. Bei Geschäftspost oder Bewerbungen sollte man schon schauen, dass man zumindest eine perfekte Rechtschreibung schafft. Aber wie will man Stil als richtig oder falsch werten?

      Ja, der Preis ist schon knackig für den ambitionierten Hobby Forenbetreiber oder Blogger. Aber Qualität kostet halt auch schon mal.
      HG Hans

  • Hallo Hans,
    ein wirklich guter und verständlicher Artikel, dem ich nur zustimmen kann. Papyrus Autor ist ein hervorragendes Programm. Aber bei dem Preis eigentlich nur etwas für Leute, die sehr viel oder beruflich schreiben. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall.
    Aber auch mit kostenlosen Tools kann man schon viel erreichen, wie du ja ausführlich gezeigt hast. Man muss sich halt nur die Arbeit machen.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    • Hallo Ann-Bettina,
      mich würde Papyros schon reizen, aber das überlegt man sich ja drei mal, wenn man es nicht wirklich braucht.
      Ich denke auch, dass man sich in die richtige Richtung schubsen lassen kann mit dem ein oder andren Tool. Man darf halt auch keine Wunder erwarten.
      LG Hans

  • Hallo Hans,
    also ich bin ja kein Deutsch-Muttersprachler und bin sicher nicht perfekt und habe ganz sicher hier und da Fehler in meinen Artikeln. Aber hey, bis zur Perfektion ist noch ein sehr weiter Weg und ob man es schafft, ist es die andere Sache. Tools nutze ich keine und ich habe mal einen meiner Artikel überprüft. Es wurde mir gesagt, dass ich im Sinne der Belletristik schreibe. Das ist ganz OK, wie ich finde.

    Meine Artikel lese nur einmal Korrektur, manchmal ein paar Mal, wenn ich wirklich so drauf bin. Ich habe in Firefox schon mal die Korrektur und da sind schon mal die gröbsten Fehler weg. Korrekturlesen muss einfach sein und da ich nun auch in den Wikis schreibe, muss ich darauf achten, dass so wenig Fehler wie nur möglich oder gar keine da sind. Das wird nicht einfach sein.

    Mit den Fremdwörtern arbeite ich kaum und ich möchte schon die deutsche Sprache verwenden, so wie sie ist, mit allen Facetten. Das gelingt sicher nicht immer und einen grossen Wortschatz muss man ganz sicher haben. Aber ich denke, dass ich mich in den letzten Jahren, was mein Deutsch anbelangt, ganz gut entwickelt habe. Zumindest kann ich schon nicht so schlecht bloggen, so schätze ich mich selbst ein. Verbesserungspotential gibt es ja immer.

    Und was noch viel wichtiger ist, dass meine Artikel jeder lesen kann, ohne dass Duden in die Hand genommen werden muss. Ich denke, dass das gewährleistet ist.

    • Hallo Alex,
      danke für dein Feedback. Perfekt wird es nicht geben. OK, Rechtschreibfehler sollten sich weitestgehend mit dem ein oder andren Werkzeug vermeiden lassen. Auf einem privaten Blog sehe ich das auch entspannter. Ich selber mache ja auch Fehler. Ist aber auch super schwer, die Grammatik einer Sprache, die nicht Muttersprache ist, richtig gut zu lernen. Ich habe mich mit der französischen Sprache auch schwer getan. Ich muss jedenfalls keinen Duden zur Hilfe nehmen, um Deine Texte zu verstehen
      HG Hans

  • Hallo Hans,

    ich kämpfe ständig beim Schreiben. Dabei geht es um nicht enden wollende Sätze, was ich aber inzwischen wohl im Griff habe. Ich versuche nun immer zwischen kurzen und langen Sätzen zu wechseln. Das soll gut sein, habe ich letztens irgendwo gelesen. Bisher komme ich damit auch gut zurecht.

    Ein anderes Problem sind bei mir auch die Füllwörter. Ich neige ja eh dazu, mich in Rage zu schreiben, wenn ich einmal dran bin. Und dabei fließen die Füllwörter nur so aus meinen Fingern in die Tastatur. *Seufz* Am Ende sitze ich dann da und korrigiere mir einen Wolf.

    Papyrus habe ich mir letztens angesehen. Gut, mir aber im Moment zu teuer. Lemontree kannte ich noch gar nicht. Habe ich direkt mal ausprobiert, mit meinem neuen Jetlag-Artikel.

    Anzahl der Worte: 1216
    Anzahl der Zeichen: 10312
    Gefundene Füllwörter: 86 (Das entspricht 6.63% des eingegebenen Textes)

    Jo, ich denke, damit kann man lesen. Im Ursprung hatte der Text bestimmt 10-15% Füllwörter.

    Bzgl. Rechtschreibung arbeite ich einfach mit der Prüfung von Firefox. Längere Texte werfe ich auch schon mal rüber nach Word. Trotzdem werden immer wieder Fehler nicht gefunden. Die fallen mir dann Tage später auf.

    Ein wichtiger Punkt, den Du auch hier ansprichst, ist die Gliederung der Texte. Zwischenüberschriften, Absätze – das wertet in meinen Augen einen Text enorm auf.

    LG Thomas

    • Hallo Thomas,
      Füllwörter sind neben langen Sätzen absolut meine Baustelle. Ich hatte die Rohfassung hier nochmal checken lassen und es kam einiges zusammen. Ich fand den Text vorher gut lesbar. Nach Entfernung der meisten Blähwörter mit ganz leichten Umstellungen fand ich den Text „besser“ zu lesen.

      Ich schätze, wenn man viel bloggt/schreibt, wird man da eventuell „Betriebsblind“. Obwohl ich manchmal meine, dass es mit Füllwörtern auch philosophischer klingt.

      Ich kann schreiben: „Die Wiese leuchtet in einem herrlichen grün und duftet nach Frühling“.
      Ich kann natürlich schreiben: „Die grüne Wiese riecht“. Jetzt fragt sich, was ist „besser“, was ist schöner? Ok, es kommt sicher auf die Art des Schreibens an. Einen wissenschaftlichen Artikel schreibe ich natürlich andersund nüchterner, als ein Gedicht, eine Geschichte.
      Lieben Gruß Hans

  • Die Frage ist ja eher, wann ist welche Form angebracht, da hast Du vollkommen recht mit. Bei einer Erklärung des richtigen Zeitpunktes zum Rasenmähen ist „Die Wiese müffelt“ bestimmt besser. Bei der Erzählung einer Jugendsünde würde vermutlich die längere Variante angebracht sein…

    *Hach* Warum einfach, wenn es doch auch kompliziert geht. Aber irgendwie ist das ja das Schöne an der Sprache und am Schreiben. Auch wenn wir da alle bestimmt nicht perfekt sind, die Vielfalt macht es doch aus.

    LG Thomas

Kommentare sind herzlich Willkommen