Infos zur Foren-liste

Habe ich für den Blog eine Zielgruppe?

Heute beteilige ich mich auch noch mit der foren-liste an einem Thema, was Martin der Blog-Szene zur Diskussion gestellt hat. Es geht um die Frage, ob wir eine Zielgruppe haben und ob wir diese haben müssen. Was spricht dafür? Was möglicherweise dagegen? Muss man sich darüber überhaupt Gedanken machen?

Die Anfänge

Blog-InfoIch hatte mal vor ein paar Jahren in einem Supportforum eine Diskussion über Grundsätzlichkeiten und die Möglichkeiten, die sich jüngeren Forenbetreibern erschließen, zu ihren Fragen und Problemen eine Anlaufstelle zu finden. Über die Möglichkeiten, die beispielsweise auch Foren-Administratoren von Foren-Hoster Foren haben, ihre Foren außerhalb der üblichen Toplisten vorzustellen. Wenn man den Menschen zu vermitteln versucht, dass diese Art der Promotion so ziemlich zu den schlechtesten schlechteren gehört, dann fand ich es sinnvoll, eine echte Alternative zu bieten.

Nun könnte ja jemand kommen und sagen. Wenn es um die Thematik Diskussionsforen geht, warum denn dann kein Forum aufziehen, um den Raum zu schaffen. Es gab mehrere Gründe das nicht zu tun, die ich ansprechen möchte.

  • Es erschien mir sinnvoller, einen Blog zu wählen, weil mir klar war, dass ich viele ausführlichere Basisbeiträge schreiben wollte. Eine – mich befriedigende – Lösung einer Kombination aus Forum und Blog, habe ich zu der Zeit nicht gefunden. Es hätte schon eine gegeben.Die Kosten dafür waren mir allerdings zu hoch.
  • Da ich mich schon recht lange in der Forenszene bewegte, sah ich die Gefahr, dass ein Forum mehr als Werbeplattform und Linkschleuder, missbraucht würde.
  • Ich wollte unbedingt noch ein Blog und Forenverzeichnis aufziehen. Es reizte mich auch ungemein zu sehen, ob es nicht erfolgreich werden könnte.
  • Da Verzeichnisse nicht mehr den besten Ruf hatten, sah ich eine Möglichkeit, fernab der üblichen Webkataloge, Foren gut und erfolgversprechend präsentieren zu können. Keine Zeichenbegrenzung nach oben. Bildimplementierung möglich, Hinweise auf  besondere Aktionen durch Kommentare und und…..

Die Zielgruppe definiert sich auch automatisch selbst

Im Gegensatz zu einem Gemischtwaren-Blog kann man hier sogar von einer Zielgruppe sprechen, die ich erreichen wollte und will. Ich finde aber auch, dass sie surf-107865_640sich schon selbst definiert. Wer ist denn die Zielgruppe?

  • Alle Forenbetreiber, die eine weitere und gute Möglichkeit der Promotion suchen. Alle, die Interesse haben, sich über viele Themen rund um das Themenfeld zu diskutieren.
    • Ausdrücklich sind es auch die o.g. jüngeren Administratoren und Free-Hoster-Forenbetreiber.

Gerade ihnen waren ja – die damals noch – üblichere Werbemöglichkeiten verwehrt. Oft werden sie argwöhnisch belächelt und man unterstellt in den meisten Fällen, dass die Projekte sowieso zum schnellen Scheitern verurteilt sind. Auch, wenn das mit der Kurzlebigkeit stimmt(e), hat es mich fast etwas ärgerlich gemacht und daher beschloss ich diesen Blog

Ich wollte und will Menschen ansprechen

  • die überlegen, ein Forum aufzuziehen.
  • Die sich nicht sicher sind
  • Die nicht wissen, Hoster ja oder nein.
  • Die nicht wissen, ob und welche Foren-Software, die für sie geeignetste ist.

Ich habe mir hier viele Gedanken (auch) zur Zielgruppe gemacht. Ich habe überlegt, für wen ich schreiben will. Grob sah ich mich als Blogger, der für Anfänger und erfahrene Foren-Admins schreibt. Der Basics erklärt, die vielen geläufig sein mögen, aber eben nicht allen. Der versucht, nicht von oben herab, Interessierte zu informieren. Ihnen zu helfen. Mir war klar, dass der möglicherweise größere Teil der Leser und Nutzer aus absoluten Neu-Einsteigern bestehen würde. Menschen also, die im Internet nach Informationen für Anfänger recherchieren. Ich wusste und weiß, dass ich die Forenweisheit nicht alleine mit der großen Kelle gefressen habe. Ich wusste und weiß aber auch, dass ich die Bereitschaft mitbrachte nicht über jeden Newbie die Nase zu rümpfen.

Foren machen Spaßfor-likAnfänger, Experten oder beide?

Wenn jetzt jemand fragt, und wer ist nun innerhalb der vorhandenen Zielgruppe die Zielgruppe? Sind es ausschließlich die Anfänger, oder sollen es auch Fortgeschrittene sein? Jetzt muss ich noch mal kurz ausholen.

Ich gestehe, dass sich der Blog hier in den Anfängen noch konkreter an die Foren-Neulinge richtete. Ich sage auch offen, warum. Was da meine Gedanken waren. Zum einen war es, wie oben schon mal erwähnt, der Wunsch, den jungen Leuten zu helfen, ohne auf dem hohen Ross zu sitzen. Das dürft ihr mir glauben. Weiter:

  • Es ist natürlich leichter, ein Produkt = Fachwissen um Foren (auch Forenhoster) erst mal weniger versierten Admins zu vermitteln (zu verkaufen). Es ging und geht niemals um „über den Tisch ziehen“ „ihnen Mist zu erzählen“. Klarer Fokus ist das Erklären mancher Zusammenhänge und das Vermitteln meiner Erfahrung.
  • Einem Neuling lassen sich von einem Foren-Listen-Neuling (der ich ja selber war) Einsteigerthemen und die dazu gehörigen Antworten leichter übermitteln. Einleuchtend?
  • Ich hatte niemals Angst vor „Profis“. Hab ich immer noch nicht. Ein Gedanke bei Eröffnung war, dass ich mich erst mal bewähren müsste, bevor ich den ganz großen Markt anspreche. Ich wollte mir die s.g. Reputation etwas aufbauen. Vielleicht noch wichtiger. Ich wollte mein Selbstbewusstsein aufbauen und stärken, weil mir natürlich auch der Expertentalk wichtig war und ist, denn:
  • Experten auf dem Gebiet Diskussionsforum sind ja interessante Diskussionspartner, die eine lebendige Debatte versprechen können.

Ich habe Foren-Interessierte als Zielgruppe. Daher war und ist mir wichtig und mein Wunsch mich in dem Bereich als Kenner zu etablieren. Also, jemand, der weiß, wovon er redet. Der aber weiß, nicht allwissend zu sein. Der weiß, dass es auch in Ordnung ist, mal zu sagen, Sorry: das weiß ich selber gerade nicht.

Zu meiner Zielgruppe gesellen sich mittlerweile auch Menschen, die gar nicht speziell etwas mit Foren zu tun haben. Das liegt daran, dass ich bewusst und unbewusst auch mal Themen verwurste, die für Admins genauso gelten, wie für Blogger oder Webseitenbetreiber

for-likIst das Kennen seiner Zielgruppe = Erfolg?

Nein! Ups, wieso Nein? Was ist denn jetzt los? Die ganzen „Experten“ im Internet sagen doch immer, dass es wichtig ist für den Erfolg, seine Zielgruppe zu kennen. Ich will und kann keine Thesen oder Theorie-Parolen aufstellen.

Ich will und kann aber meine Erfahrung weiter geben und den Vergleich mit dem Blog: tages-gedanken.de. Ein themenoffener Blog. Rein theoretisch müsste es doch so sein, dass dieser Themenblog erfolgreicher ist. Ich nehme jetzt mal als Erfolgs-Gradmesser die Kommentare und die Diskussionsbreitschaft. Und diese ist hier geringer, als drüben. (Das heißt jetzt aber nicht, dass ich den Blog hier als erfolglos betrachte)

Wenn man mich nun fragt, warum das so ist, und warum der klar definierte Themenblog nicht auch klar führt? Der themenoffene Blog lässt den Besuchern mehr Spielraum für Unterhaltungen. Ein breites Angebot bietet mehr Möglichkeiten. Die größere Aktivität ist mein anderer Blog. Trotz, dass ich hier eine „klare Auswahl der Zielgruppe habe. Trotz, dass ich viel unternommen habe, diesen in den Kreisen meiner potentiellen Zielgruppe ins Gespräch und auf Kurs zu bringen.

FazitUnd schließlich?

Ich kenne beide „Möglichkeiten. Einmal mit Zielgruppe, einmal ohne. Seine Zielgruppe genau zu kennen, bedeutet für mich nicht automatisch, auch mehr Erfolg zu haben.

Vermutlich wird es bei kommerziellen Blogs wichtig und gar existenziell sein. All jene, die sagen, ohne Zielgruppe hat man keinen Erfolg, werden sich sicher was dabei denken.

Dass es dabei aber ganz offensichtlich Ausnahmen gibt, konnte ich hoffentlich deutlich machen.

Wer authentisch bloggt, wer mit Leidenschaft schreibt, wer keinen Blödsinn erzählt, der kann meiner Meinung nach auch ohne fest definierte Zielgruppe Erfolg haben. Und die Leser und Kommentierer solcher Blogs, kommen, weil der Blogger auch für sie schreibt. Weil er aus dem Leben schreibt und weil er nicht immer „verbissen“ bei jedem Blog-Artikel vordergründig über Rankings, Vernetzung, Themenrelevanz und Analysen nachdenkt.

Das Thema ist übrigens das aktuelle WebmasterFriday Thema. Martin: Ich bin ein Bauchblogger.

Ich lade einen jeden sehr herzlich ein, mir seinen Standpunkt mitzuteilen. über das Thema zu diskutieren.

Über den Autor

Hans

Ich bin 1961 in der Eifel zur Welt gekommen. Mich fasziniert das Internet mit vielen seiner interessanter Facetten. Das Bloggen ist eine davon. Ich blogge seid 2009. Natürlich finde ich Internetforen toll. Sie sind schnell und von überall zu erreichen. Man kann viele interessante Menschen kennen lernen und mit ihnen diskutieren. Es gibt Foren zu ganz vielen Themen.

2 Kommentare

  • Hallo Hans,
    bei einem Forum denke ich in erster Linie an Hilfe-Foren, wo ich z. B. bei technischen Problemen nach einer Lösung suchen kann. Die Google-Foren sind nach Produkten unterteilt. Postet jemand im falschen Forum, wird er auf das passende Forum hingewiesen. Das finde ich auch richtig, sonst wird es unübersichtlich. Dadurch gibt es auch klar Zielgruppen. Wenn es um Probleme beim Programmieren geht, möchte ich keine Tipps für Kochrezepte sehen. Wenn jemand Fachartikel zu einem bestimmten Thema schreiben möchte, finde ich einen Blog besser. Da finde ich es dann auch besser, beim Thema zu bleiben, um eine bestimmte Zielgruppe zu bedienen. Bei privaten Bloggern finde ich Themenvielfalt vollkommen in Ordnung, darüber haben wir ja beide schon gebloggt.
    Viele Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,
      „full ack“. Ich würde hier aber vom Thema nicht zu weit abweichen. Aber Allrounder dürfen das ;-)
      LG Hans

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